Sybille Aeschbach

Interview mit Sybille Aeschbach

Jeder der einen Eintrag im Pferdenetzwerk hat kann die Interviewfragen beantworten und damit auf sich und sein Angebot aufmerksam machen.

Dieses Interview ist mit Sybille Aeschbach, Gesundheitspraxis für Mensch und Tier, Fahrwangen

Erzähl etwas über Dich: Wer bist Du und wie hast Du zu Deiner Berufung gefunden?

Ich bin Sybille Aeschbach dipl. Tierhomöopathin, Tierpsychologin und Feldenkrais-Therapeutin plus zert. Erwachsenenbildnerin. Mir ging es wie vielen andern heutigen Tiermenschen. Schon als Kind hatte ich den Draht zu Tieren, ich konnte sogar als Kind Wildtiere anfassen, sehr zum Schrecken meiner Grossmutter. Zu Pferden fühlte ich mich besonders hingezogen und ich durfte schon als Teenager Reitstunden und Lager besuchen und hatte das grosse Glück von einem wunderbaren Ausbildner und später seiner Tochter ganz toll gelehrt zu werden. Doch man tut, was man tun muss, zuerst die kaufmännische Ausbildung. 1984 stellte mein Hausarzt auf Homöopathie um und ich machte sofort mit, da ich an einer chronischen, rezidivierenden Blasenentzündung litt. Der volle Erfolg. 1991 kaufte ich meinen grossen Lehrmeister, einen Vollblutwallach aus Russland. Dieser liess sich von keinem TA anfassen und wollte nicht die geringste Chemie nehmen, nicht mal einen herkömmlichen Salzleckstein, nein es musste Himmalyasalz sein. Auch betreffend Umgang mit Tieren hat er mich auf den heutigen Weg gebracht. Weg von Druck und Gewalt, was mir sowieso immer widerstrebte, obwohl wir haben das damals noch so gelernt. Sechszehn schöne, lehrreiche Jahre durfte ich mit ihm verbringen, dafür bin ich ihm für immer dankbar! 1994 startete ich mit der Ausbildung zur dipl. Tierpsychologin und Tierhomöopathin. 1998 kam ich durch eine langjährige, sehr gute Freundin mit Feldenkrais in Berührung. Meine damaligen Rückenprobleme lösten sich sehr schnell auf. Wir haben viel zusammen gearbeitet mit Homöopathie und Feldenkrais kombiniert.

Danach bildete ich mich zuerst in Homöopathie gut weiter und sammelte Erfahrungen. Danach kam ein neuer tierischer Lehrmeister in mein Leben, ein Deutscher Schäferhund. Sein nicht ganz einfaches Verhalten brachte mich dazu über acht Jahre sehr viele Fortbildungen bezüglich gewaltfreies Training, Verhaltensbiologie, Emotionen und alles was damit zusammenhängt zu absolvieren.

Im 2012 hatte ich einen schweren Unfall, eine komplizierte Fraktur am Sprunggelenk. Auch mein Hund hatte Probleme mit dem Bewegungsapparat, genau gesagt mit dem Becken. Da griff auf die Feldenkrais-Methode zurück, wusste für meine Ansprüche jedoch noch zu wenig darüber. Deshalb habe ich im 2016 diese Ausbildung in Angriff genommen. Ohne Feldenkrais könnte ich kaum noch gehen, hätte eine Gelenksversteifung oder gar ein künstliches Gelenk. Mein Hund ist nun bald zehn Jahre alt und kann auch wieder prächtig gehen und sein Leben geniessen.

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit?

All meine Arbeiten bereiten mir sehr viel Freude. Inzwischen gebe ich mein grosses Wissen auch mit Freude weiter.

Es ist ein Vergnügen bei meinen Tierpsychologen oder Kursteilnehmer zu sehen, wie man auch im Humanbereich stressfrei und mit Motivation unterrichten kann. Wie toll sie es umsetzen können und ihre strahlenden Augen, wenn sie mir ihre eigenen Erfahrungen, die sie durch das Gelernte machen konnten, erzählen. Wir können für Menschen und Tiere bessere Voraussetzungen herstellen, schönere Beziehungen schaffen, das macht mich glücklich.

Beim Behandeln mit Feldenkrais fasziniert mich das entdecken, das Fühlen was im Inneren abläuft bei jedem Lebewesen. Wie viel man mit sehr wenig (resp. es sieht nach wenig aus) erreichen kann, auf der psychischen und physischen Ebene. Und auch wie dankbar Menschen und Tiere für die Behandlungen sind, das rührt mich oft zu Tränen.

Bei der Homöopathie faszinieren mich immer wieder und immer noch nach zwanzig Jahren, die kleinen und grossen Wunder, die man vollbringen kann. Hoffnungslose Fälle denen es wieder gut geht.

Die schönen Feedbacks von behandelten Menschen und Tieren machen mich sehr glücklich und zufrieden.

Auf was legst Du bei der Arbeit besonderen Wert?

Auf jeden Fall auf Genauigkeit und sehr gute Qualität, deshalb auch meine stetigen Weiterbildungen und haufenweise Fachliteratur, die ich ständig lese.

Das Vertrauensverhältnis mit dem Tierbesitzer ist grundlegend, damit ich alle Angaben und Feedbacks (Homöopathie) erhalte und genau arbeiten kann. Sehr wichtig ist mir auch der wertschätzende Umgang mit Mensch und Tier. Bei Training möchte ich, dass der Mensch den Hintergrund versteht, und erkläre das immer sehr gut. Der Mensch soll sich ebenfalls wohlfühlen, sich verstanden und ernstgenommen fühlen.

Bei Feldenkrais und natürlich generell, ist eine einfühlsame, liebevolle Arbeit mit Mensch und Tier Voraussetzung.

Gibt es ein prägendes Erlebnis, dass du uns noch erzählen möchtest?

Prägende Erlebnisse gibt es wirklich sehr viele in meiner langjährigen Praxis, eigentlich fast täglich.

Was mich im Moment besonders freut, ist eine ganz private Sache: Die Beziehung zu meinem nun 6 jährigen Pferdchen, welches ich als Fohlen mit seiner Mutter gekauft habe Ende 2011 und von Grund aus in allen Belangen selber ausgebildet und angeritten haben, es ist eine wahre Freude zu sehen, welch wunderbare Beziehung man aufbaut, wie viel Spass das Training macht, wenn man das Wissen hat, wie man wirklich gewaltfrei arbeitet und Feldenkrais zusätzlich einbauen kann. Einfach nur der Hammer!

Mehr über Sybille Aeschbach erfährst Du unter: Sybille Aeschbach - Gesundheitspraxis

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