Ursula Weisgram - Interview mit der Kinesiologin

Interview mit Ursula Weisgram

Jeder der einen Eintrag im Pferdenetzwerk hat kann die Interviewfragen beantworten und damit auf sich und sein Angebot aufmerksam machen.

Dieses Interview ist mit Ursula Weisgram, Kinesiologie AP - Für Menschen und Tiere, Gipf-Oberfrick

Wer bist Du und wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen?

Ich bin als Jüngste von 4 Mädchen geboren und eigentlich ganz behütet aufgewachsen. Und doch war ich über 20 Jahre auf der Suche nach meiner BERUF-ung. Ich machte einen Umweg über das KV, hängte Sprachdiplome und –reisen an, drückte die Schulbank für eine Marketingausbildung und besuchte über 4 Jahre diverseste Kurse an der Kunstgewerbeschule. Seit meinem 23. Lebensjahr besass ich ein Pferd und meine Stute Larissa gab mir 17 Jahre lang Halt und Unterstützung, weiter zu suchen und nicht aufzugeben. Seit 2 Jahren bin ich stolze Besitzerin eines 5-jährigen „waschechten“ Freibergers. Und immer noch war ich auf der Suche nach meiner BERUF-ung. Ich landete durch einen unglücklich – glücklichen Umstand bei einer Kinesiologin und ab diesem Moment begann die grosse Wende in meinem Leben. 3 Tage später habe ich mit der Ausbildung zur Tiertherapeutin und Tierkinesiologin begonnen. Es hat mich ausserordentlich fasziniert, wie „einfach“ es war, Tiere in der Selbstheilung zu unterstützen und ich entschloss mich, mit der Ausbildung zur Kinesiologin für Menschen fortzufahren. Insgesamt 6 Jahre war ich in Ausbildung und ich freue mich ausserordentlich, meine BERUF-ung (endlich) gefunden zu haben. Und was ich ganz toll finde ist, dass ich durch die Mitgliedschaft im EMR und im NVS „gezwungen“ bin, jedes Jahr Weiterbildungen zu absolvieren. Ich freue mich drauf!

Welche Ausbildung hast Du gemacht?

  • Tiertherapeutin
  • Tierkinesiologien / Osteopathie
  • Kinesiologin für Menschen
  • Meditation / Spirituelles Heilen
  • Familienstellen für Tiere
  • Jährliche Weiterbildungen

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit?

Ich selber bin immer wieder begeistert, dass ich innerhalb von 1 – 1,5 Stunden die Menschen und Tiere entsressen kann. Die Schmerzen verschwinden oder gehen deutlich zurück, die Probleme erscheinen nicht mehr so gross, Lösungen werden gesehen. Auch begeistert mich immer wieder, dass ich von Kunden/Innen unaufgefordert Meldungen erhalte über die Veränderungen, die nach meiner Behandlung eingetreten sind. z.B. Liebe Ursula, vielen Dank für die tolle Behandlung von meinem Pferd. Seit nun fast 2 Monaten, also seit du bei ihm warst, ist der doofe Husten, den wir seit Jahren nie für lange Zeit wegbekommen hatten, weg. Nicht ein einziges Mal ein kleiner Huster von ihm! Ichz bin so froh dich nach so langer Zeit wieder getroffen zu haben! Liebe Grüsse

Auf was legst Du bei der Ausbildung besonderen Wert?

Dass ich, auch wenn es für den Besitzer des Pferdes unangenehm zu sein scheint, immer die Wahrheit spreche. Ich bin an ganzheitlichen Lösungen interessiert und das braucht manchmal Veränderungen die der Besitzer übernehmen muss. Auch verlasse ich mich zu 100% auf meinen Muskeltest. Da lass ich mir nicht dreinreden!

Gibt es ein prägendes Erlebnis, dass du uns noch erzählen möchtest?

Eine Patientin kam zu mir in die Praxis. Wir haben zusammen ihren Autounfall, den sie vor 26 Jahren erlebt hatte, aufgearbeitet. Es war eine sehr heftige, emotionale Arbeit und ich zweifelte, ob ich alles richtig gemacht hätte? Ein paar Tage nach der Behandlung habe ich von ihr das erhalten:

„Vor 26 Jahren hatte ich einen Autounfall. Ich hatte auf meiner linken Seite mein Kreuzbein, Schambein und das Sitzbein sogar 2 x gebrochen. Ein Auto hat mich beim Überqueren der Strasse zu Fuss erfasst und durch die Luft geschleudert.

Der Unfall ereignete sich in Amerika. Ich wurde ins Spital gebracht und als klar war, wer die Rechnungen bezahlt, wurde ich auch behandelt. Nach 7 Tagen trat ich die Rückreise in die Schweiz an, begleitet von einem Ärzteteam des TCS. Alles ging gut und die Brüche sind gut verheilt. Ich wurde nicht operiert – und darüber bin ich froh. So bin ich ein bisschen schief im Becken, habe dafür kein Metall in mir. Ich hatte nach der Genesung lediglich eine Einschränkung in meiner Beinbewegung, seitlich nach aussen und die Rotation musste ich immer „einrenken“ mit dem Oberschenkelknochen. Ich reite und auch auf dem Pferd merkte ich, dass es immer klemmte links. Und ich konnte nicht viel länger als eine Stunde auf dem Pferd sitzen, es wurde mir unwohl und die linke Beckengegend hat angefangen zu schmerzen. Nach dem Absteigen musste ich mich die ersten Schritte einhinken, bis ich wieder eingelaufen war.

Ich dachte, dass das halt so sei. Nach diesem Unfall.

Dann lernte ich Ursula kennen. Wir kamen ins Gespräch und sie erzählte mir von einer Methode, die sie SIPS nannte. Wir haben noch darüber gewitzelt, dass das ja der Seitenaufprallschutz in den Autotüren sei… SIPS heisst aber auch Stress - Indikationspunkte System.

Schon als ich zu ihr in die Praxis kam, war mir flau. Ich hatte Herzklopfen bis zu den Ohren und mein Mund war trocken. Am liebsten wäre ich wieder davongeschlichen. Wir haben kaum Hallo gesagt, ging bei mir schon die Post ab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich legte mich bei ihr auf den Schragen und während 20 Minuten erlebte ich die ganze Unfallsituation noch einmal. So als wäre es eben gerade passiert. Die Schmerzen, die Panik, nie mehr gehen zu können, die Einsamkeit im Spital bis klar war woher das Geld kam…. Es war schrecklich! Mein Körper war total autonom, ich konnte nicht eingreifen und nichts dagegen tun.

Ursula hat mich super gut aufgefangen. Ich hatte nicht eine Sekunde lang das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung sei. Im Gegenteil. Ich wusste, dass das jetzt meine Chance auf Heilung war und ich habe mich voll diesem Prozess hingeben können. Sie hat diverse Punkte gehalten, immer mal wieder den Anstoss gegeben ich solle erzählen, was gerade passieren würde, wo ich gerade sei mit meinen Gedanken.

Als ich wieder vollends „hergestellt“ war, das Zittern und Beben abgeflacht war, musste ich aufstehen und sie bestand darauf, dass ich herumlaufe. So wurde auch die letzte Angst, nie mehr laufen zu können, verabschiedet!

Ich legte mich nochmal auf den Schragen, sie balancierte mich fertig und integrierte die Veränderungen. Wau! Wie ich mich gut fühlte!

Und nun kam die Probe aufs Exempel: Ursula forderte mich auf, mein linkes Bein hochzunehmen und nach aussen zu drehen.

Ich war überglücklich!!! Es war wie vor dem Unfall! Ich konnte wieder in alle Himmelsrichtungen drehen. Es fühlte sich so an, als würde es wieder „richtig sitzen“! Am nächsten Tag musste ich natürlich wissen, wie es denn auf dem Pferd war. Ich kann nur sagen: Auch hier bin ich überglücklich. Ich kann wieder sitzen. Kein Klemmen, kein Zwicken, kein Einrenken. Auch die Ritte kann ich nun wieder ausdehnen! Ich bin wieder bis zu 2 Stunden täglich mit meinem Pferd unterwegs. Und wenn ich Absteige – auch nach 2 Stunden reiten – kann ich ohne zu hinken ganz normal gehen.

Ich kann das allen empfehlen, die irgendwann einmal einen Unfall hatte. Oder ein Operation oder einen Schock oder ein anderes sehr emotionales Erlebnis. Wie bei mir deutlich sichtbar wurde, vergisst der Körper nichts. Mein Unfall war 26 Jahre her!

"Liebe Ursula, vielen, vielen Dank! Du hast mir meine Lebensqualität um ein x-faches verbessert!“

Mehr über Ursula Weisgram erfährst Du unter: Ursula Weisgram - Kinesiologie AP

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