Lara Rée

Juristin und Reitlehrerin

Jeder der einen Eintrag auf Pferdekurse hat kann die fünf Interviewfragen beantworten und damit auf sich und sein Angebot aufmerksam machen.

Dieses Interview ist mit Lara Rée, Zürich - Website von Lara Rée

Erzähl etwas über Dich: Wer bist Du und wie hast Du zu Deiner Berufung gefunden?

Zu den Pferden gefunden habe ich schon als Kind. Nichts begeisterte mich mehr, als rund um Pferde und im Stall zu sein. Doch wie es so ist, zuerst „musste“ ich eine anständige Ausbildung absolvieren, wurde Anwältin und konnte die Reiterei nur als Hobby betreiben. Doch der Wunsch, daraus mehr zu machen, wurde je älter ich wurde desto stärker. Und so habe ich nach und nach meine nebenberufliche Tätigkeit als Trainerin und Reitlehrerin auf- und ausgebaut und habe inzwischen das Glück, eine beständig wachsende Zahl von Menschen und Pferden auf ihrem gemeinsamen Weg begleiten und unterstützen zu dürfen. Diese Arbeit macht mir sehr viel Freude und ist eine wunderbare Tätigkeit neben meinem beruflichen Engagement als Juristin.

Welche Ausbildungen hast Du gemacht?

Ich habe die Ausbildung zur zertifizierten REHA-Trainerin MRS® (Certified Equine Rehabilitation Practitioner CERP) nach der medizinischen Reitlehre nach Dr. Robert Stodulka erfolgreich abgeschlossen. Bei Dr. Robert Stodulka bilde ich mich auch regelmässig reiterlich weiter und habe zudem andere Kurse, wie z.B. den Basislehrgang Physioenergetik sowie den Basislehrgang Faszientraining MRS® für Pferde bei ihm besucht. Darüber hinaus habe ich die Ausbildung zur zertifizierten EQUIscan Pferderückenvermesserin, basierend auf der medizinischen Sattellehre nach Dr. Robert Stodulka, absolviert. Meinen reiterlichen Werdegang prägte aber auch die Ecole de Légèreté von Philippe Karl. Aktuell interessiere ich mich auch für die Wurzeln der klassisch-iberischen Reitweise und besuche Lehrgänge bei Manolo Oliva, Angelika Graf und Pedro Torres. 

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit, was macht dich glücklich?

Das Pferd, dieses wunderbare Tier, fasziniert mich täglich von Neuem. Sie sind so feinfühlig, so verständig, so geduldig, so dankbar, und so grosszügig. Für mich sind es die wunderbarsten Geschöpfe und die besten Lehrmeister überhaupt. Und auch 

das Zusammenspiel zwischen Pferd und Mensch fasziniert mich. Wie können wir es erreichen, dass wir mit einer feinen Kommunikation, mit minimalsten Hilfen, das Bestmögliche in uns und in unseren Pferden entwickeln können? Wie schaffen wir es, dass die Pferde sich in ihrer ganzen Schönheit und Pracht entfalten können? Auf diese Fragen suche ich fortwährend Antworten, im stetigen Dialog mit den Pferden. 

Und es macht mich unendlich glücklich, wenn ich strahlende Gesichter auf Pferderücken sehe, weil die Schüler und Schülerinnen entdecken, wie schön und befriedigend ein harmonisches Miteinander von Pferd und Reiter sein kann, und wenn plötzlich Dinge, die immer schwierig zu bewerkstelligen waren, ganz einfach funktionieren. Eines der schönsten Komplimente, welches ich kürzlich bekam, war: „Es tut sich mir eine ganz neue Welt auf“. Wenn ein Schüler dies nach einer Unterrichtseinheit sagt, ist das wunderbar, und es bestätigt mir, dass es notwendig und wichtig ist, immer wieder Gesamtzusammenhänge aufzuzeigen und im Detail zu erklären, was eine feine und verständige Reiterei ausmacht. 

Auf was legst Du bei Deiner Arbeit besonderen Wert?

Eine gesund erhaltende Gymnastik für Körper und Geist von Pferd und Reiter: Das ist das, was ich mit meiner Arbeit zu erreichen suche. Reiten soll zur Kunst werden, Einfaches oder auch Schwieriges soll in Leichtigkeit und Harmonie ausgeführt werden, Pferd und Reiter sollen miteinander fliessen, zu sich finden, zu einer Einheit werden und den Moment geniessen. Und sie sollen Freude und Spass haben aneinander und miteinander. Meine Motivation ist es, durch ein verständiges Konzept und einen klaren Umsetzungsplan den Pferden ein zufriedenes, gesundes Arbeiten und ihren Reitern ein entspanntes, sinnhaftes Ausüben ihrer Passion zu ermöglichen und sie ihrem Ziel, das sie je individuell mit ihrem Pferd erreichen möchten, Schritt für Schritt näher zu bringen. 

Gibst es ein prägendes Erlebnis, dass du uns erzählen willst?

Das Prägendste ist wohl, dass man nie aufgibt, sondern immer an sich glaubt und seinen Weg geht, wie schwierig er auch sein mag. Ich hatte auf meinem reiterlichen Weg die eine und andere Hürde zu überwinden, und ich war sogar einmal auf dem Punkt, wo ich alles aufgeben, meine Pferde verkaufen und die Reitstiefel in die Ecke stellen wollte. Heute bin ich froh, dies nicht getan zu haben, und das Glück gehabt zu haben, immer wieder auf Pferdemenschen zu treffen, die mir den Weg weisen und mich in meiner reiterlichen Entwicklung weiter bringen konnten. Am Wichtigsten waren und sind für mich auf meinem Weg aber meine Pferde - sie waren und sind die wunderbarsten Begleiter und Freunde, die ich mir wünschen kann, und sie erst machen mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Ihnen verdanke ich alles, und ich bin sehr glücklich, sie in meinem Leben zu wissen.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Mehr über Lara Rée erfahren Sie unter: Leichtigkeit im Reiten

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